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Wovor haben Kinder Angst?

  1. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #1
    Avatar von Olja
    Olja

    Standard Wovor haben Kinder Angst?

    ne kleine Vorgeschichte...

    ich war am Samstag nachmittgas bei meiner Mutter mit Christian. Mein Mann hat meinen Vater von Flughafen abgeholt.

    CHristian ist dann eingeschlafen und meine Mutter sagte, sie will sich auch hinlegen. Sie lag auf ihrem Bett, auch Christian hat da geshclafen.

    Ich bin in mein ehemaliges Kinderzimmer rein. und auf dem Bett lag so ne Zeitschrift.
    Da war ne Siete aufgeschlagen und war ein Artikel über Angst der Kinder.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~
    Da stand wovor die Kinder Angst haben und wie man es besiegen kann.
    Zum Beispiel eine Geschichte mit einem Mottorrad.
    Eine Familie war spazieren und ein Motorrad ist vorbeigefahren und er war ziemlioch laut und das Kind hat sich sehr erschrocken.

    Danach hat das Kind immer geweint, wenn es einen Motorrad gesehen hat.

    Und geholfen hat, als ein Nachbar der Familie, der auch einen Motorrad hat, dem Kind erklärt hat wie es funktioniert und warum es so laut ist.

    ~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~~

    nun hab ich im Internet recherchiert, weil es mich nun doch sehr interessiert hat und bin auch eine Seite gestoßen, die ich sehr interessant finde.

    Quelle: stangl-taller.at
    und ich hoffe es ist OK, wenn ich den ganzen Text hier einfüge, die Quelle ist ja angegeben
    Geändert von Olja (12.07.2010 um 15:11 Uhr)

  2. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #2
    Avatar von Olja
    Olja
    Die verschiedenen Formen der Angst differenzieren sich im Laufe des Lebens, wobei Ängste den Menschen seit der Geburt begleiten, möglicherweise sogar schon vorgeburtliche Wurzeln bzw. Entwicklungen haben. Fünf entwicklungsbedingte Angstformen begleiten Menschen ein Leben lang: die Körperkontaktverlustangst, die Achtmonatsangst und die Trennungsangst sind die Ängste, die bis zum dritten Lebensjahr maßgeblich sind. Um das dritte Lebensjahr kommt es zur Ausbildung der Vernichtungsangst. Zwischen dem vierten und fünften Lebensjahr dann außerdem zur Entwicklung des Todesangst. Als Eltern kann man die Ausbildung dieser Ängste nicht verhindern, man kann aber das Kind bei der Angstverarbeitung unterstützen und ihm Sicherheit geben.
    Im ersten Lebensjahr sind plötzliche, laute Geräusche, Schmerz, das Gefühl zu fallen, Blitze und Schatten angeborene Reize für Angstreaktionen. Als "lebenserhaltende" Reaktion schreit das Kind, wendet sein Gesicht ab und klammert sich an die Mutter.
    In der beobachtbaren kindlichen Entwicklung treten am frühesten Separationsängste (Trennungsängste und Verlustängste) bei Kindern auf. Mit der Vergrößerung des Wahrnehmungsbereiches ergeben sich auch zusätzliche Angstreize. Die ersten sichtbaren Furchtreaktionen zeigen sich im 4. bis 6. Monat, das bekannte Fremdeln tritt etwa im 8. Monat auf ("Acht-Monats-Angst"), nachdem nun vom Kind erst zwischen "fremd" und "vertraut" unterschieden werden kann. Das Kind weint, wenn es etwa die Bezugsperson nicht mehr sieht. Die Trennungsangst wird besonders stark im Dunkeln und beim Alleinsein (Einschlafschwierigkeiten, Schlafstörungen, nächtliche Angstattacken). Nach Freud ist die Trennungsangst der Schlüssel für alle neurotischen Ängste. Nach Bolwby ist die Trennung von der geliebten Person oder deren Verlust der möglicher Schlüssel für alltägliche Ängste des Kindes.

  3. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #3
    Avatar von Olja
    Olja
    Im zweiten Lebensjahr kommen die Angst vor der Dunkelheit, die Angst vor Alpträumen, Räubern und Tod, die Angst vor Tieren und die Angst vor unbekannten Objekten, Situationen und Personen hinzu. Die Reaktionen sind auch hier Schreien, Anklammern an Bezugspersonen, Abwenden, Weglaufen, Suchen nach Sicherheit und sprachliche Mitteilung. Das Kind zeigt nun ein gezieltes Vermeiden der Angstreize und Unterdrücken der Angstreaktion; es gibt vor, keine Angst zu haben, obwohl sein mimischer Ausdruck seine Gefühle verrät. Im vierten bis fünften Lebensjahr zeigen Kinder Angst bei Anzeichen der Furcht bei anderen, bei Bedrohung, Verletzung, Unfall und Feuer. Im Vorschulalter kommt es manchmal zu einem plötzlichen Auftreten von Gefühlen, die jedoch nur eine kurze Dauer haben, aber dafür äußern sie sich mit voller Intensität und die Gefühle wechseln innerhalb von Minuten.
    Hat das Kind schon einen gewissen Grad an Autonomie erlangt, dominiert die Angst davor, die Zuneigung der Eltern verlieren zu können. Nach und nach kommt die Angst vor Strafe dazu. Darüber hinaus verinnerlicht das Kind im Laufe der Entwicklung die Forderungen der Eltern und die sozialen Regeln. So entsteht das Über-Ich als innere Kontrollinstanz, die eine weitere Quelle der Angst darstellt und zwar der "Gewissensangst".
    Aus der inzwischen entwickelten Fähigkeit des Kindes, Zeitlichkeit und Begrenztheit zu erfassen, entsteht die vielzitierte "Kastrationsangst", die die Erkenntnis ausdrückt, daß man das was man hat, auch wieder verlieren kann. Darüber hinaus ist der Körper schon in Ansätzen sexualisiert, und diese Tatsache macht die Angst vor Beschädigung des Körpers verständlich.

  4. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #4
    Avatar von Olja
    Olja
    Bei Krankenhausaufenthalt stellt sich die Angst vor einer Trennung von der Familie ein.
    Angst vor Liebesverlust tritt häufig auf, wenn das Kind eine Schwester oder einen Bruder bekommt.
    Kindergarten- und Schulangst beruht teilweise auf wiederbelebter Trennungsangst von geliebten Personen und vertrauter Umgebung.
    Umweltangst: Kleinkinder können Umwelt nur entsprechend ihrer allmählich sich entwickelnden Fähigkeiten begreifen; vieles bleibt unverständlich und erregt dadurch Angst, z.B. unbekannte Geräusche, Donner, Wasserspülung, Wasser, dunkle Farben; Veränderungen der gewohnten Raumordnung (z.B. umgestellte Möbel); Umzug in eine andere Wohnung, Stadt, Angst auf Reisen
    Magisches Alter: Ab 3 Jahren haben Kinder oft Angst vor unbekannten Menschen, auch vor Tieren, bösen Menschen, Einbrechern, etc. Sie fürchten sich aber auch vor den Figuren aus Filmen oder Büchern; vor Gespenstern, Geistern, Hexen. Oft werden sie von bösen Träumen und Phantasien verfolgt (auch im Schulalter noch Furcht vor dem Keller, dem Dachboden, daß jemand unter dem Bett oder im Kasten versteckt ist, vor Schatten).
    Sozialisationsangst tritt im Kindergarten- und Schulalter auf. Angst vor dem Zusammensein mit vielen fremden Personen, mit Gleichaltrigen, vor Kindergärtnerin oder Lehrern. Kinder haben Angst davor, gerügt zu werden, bzw. davor ausgelacht oder verspottet zu werden.
    Scheidung: Das Kleinkind hat große Angst, weil es noch völlig abhängig von den Eltern ist und die Welt aus egozentrischer Perspektive sieht. Führt oft zu Alpträumen, Aggressionen, schweren Schuldgefühlen, Trotzreaktionen, Regressionen. Erst im Volksschulalter gibt es ein erstes Verständnis für Motive der Eltern; trotzdem große Trauer und großer Wunsch nach Wiedervereinigung der Eltern. Schwere Beeinträchtigung des Selbstwertgefühls der Kinder, weil sie der Scheidung machtlos gegenüberstehen. Depressionen können auftreten. Es wächst aber auch die Fähigkeit, sich der eigenen Gefühle bewußt zu werden und die Probleme sachlicher zu betrachten.
    Realangst wird von vielen Autoren erst mit 9./10. Lebensjahr angesetzt; Voraussetzung ist,daß die kognitive Entwicklung ist so weit fortgeschritten, daß Kind sich mit den Tatsachen auseinandersetzen kann, die ihm vorher verschwiegen wurden, z.B. Sexualität, Gewalt, Tod; Umweltzerstörung, Arbeitslosigkeit, Hunger, Atomkrieg, u.a. Die meisten Kinder werden aber schon viel früher durch die Medien mit diesen Problembereichen konfrontiert.

  5. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #5
    Avatar von Olja
    Olja
    Kinder durchlaufen verschiedene Entwicklungsphasen, in denen sie besonders labil und anfällig für Nachtängste sind. Alpträume und Nachtängste können bereits im zweiten Lebensjahr auftreten, wobei sich Kinder mit starken Nachtängsten gegebenenfalls gegen das Einschlafen wehren, auch wenn große Müdigkeit vorhanden ist. Sie verzögern mit vielen Fragen das Entfernen der Eltern oder anderer Personen, bitten um etwas zu Trinken, möchten die Tür offenhalten oder bei Licht schlafen. Das in den Schlaf Fallen kann für das Kind die Aufgabe des Sicherheitsgefühls und das Eintauchen in eine unbekannte Welt mit Bedrohungen oder Einsamkeit darstellen. Dies ist vermehrt bei Kindern der Fall, die
    • Angst haben müssen, verlassen zu werden (real oder weil Mutter/Vater selbst diese Angst hat, darüber spricht, oder weil die Phantasie darüber besteht),
    • Angst haben, sich selbst überlassen zu werden (real oder weil Eltern diesbezüglich Schuldgefühle äußern).
    • häufig am Tag mit Gewalt und Bedrohungen konfrontiert werden (real oder z. B. im Fernsehen).
    Die Ängste werden stärker, wenn das Kind für sie bestraft oder verspottet wird, oder wenn es dafür übermäßig viel Zuwendung erfährt. Die häufigste Form von Alpträumen resultiert aus ängstigenden Erlebnissen des Tages. In der Regel nehmen Alpträume im Schulalter hinsichtlich der Häufigkeit ab. Es treten dann eher Einschlafstörungen bzw. Durchschlafstörungen in den Vordergrund. Häufige Alpträume können wie auch sonstige Schlafstörungen aus Beziehungsproblemen innerhalb der Familie resultieren, aus Leistungsstörungen, aus Überforderungen oder auch durch belastende Erlebnisse.

  6. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #6
    Avatar von Olja
    Olja
    Eltern sollten sich jeder Bewertung enthalten, denn die Gründe für Ängste sind für Kinder immer sehr real, auch wenn sie für Erwachsene vielleicht harmlos erscheinen. Das Monster im Schrank macht genauso viel Angst wie der große Hund auf der Straße oder ein rabiates Kind in der Kindergartengruppe. Ob objektiv eine Gefahr droht, spielt keine Rolle, denn alleine zählt, dass sie subjektiv vom Kind so empfunden wird. Daher lautet die Grundregel, die Angst des Kindes genauso ernst zu nehmen, denn ein Verharmlosen erreicht das Kind nicht.
    Ob die Medien Alpträume verursachen oder nur die Traumbilder liefern, ist nicht ganz geklärt. Auf jeden Fall wirkt der starke Konsum von beispielsweise Gewaltfilmen alptraumverstärkend.
    Alpträume können aufgrund von tagsüber erlebten Ängsten entstehen wie auch normale Reifungsprozesse beim Kind begleiten. Je älter das Kind wird, desto mehr lernt es, mit seinem Ängsten umzugehen. So ist auch zu erklären, daß die Alptraumhäufigkeit mit zunehmendem Kindesalter abnimmt. Alpträume werden als furchterregende, lebhafte Angstträume mit Verfolgung oder Bedrohung bezeichnet, an die sich der Träumer, wenn er davon aufwacht, detailliert erinnern kann. Diese Angstträume treten vor allem im letzten Drittel einer Nacht auf und finden nicht im Tiefschlaf statt. Praktisch jeder hat irgendwann in seinem Leben einmal einen Alptraum. Im Kindesalter werden sie häufiger beobachtet, zum Beispiel auch nach oder in Fieberschüben. Im allgemeinen sind gelegentliche Alpträume zwar unangenehm, aber in der Regel kein Grund zur Besorgnis. Treten Alpträume gehäuft auf, sind sie oft mit Einschlafstörungen oder Durchschlafstörungen verbunden. Von dauerhaften Alpträumen werden besonders Menschen geplagt, die ein furchtbares traumatisches Ereignis erlebten, das außerhalb der üblichen menschlichen Erfahrungen liegt. Dazu gehören Vergewaltigung, Naturkatastrophen, Folterungen oder Konzentrationslagerhaft. Bei diesen Patienten wiederholt sich das traumatisch erlebte Ereignis, das im realen Leben nicht verarbeitet werden konnte, als immer wiederkehrender Alptraum.

  7. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #7
    Avatar von Olja
    Olja
    Zu Nachtängsten gehört angstvolles nächtliches Aufschrecken, das oft mit Wimmern oder einem gellenden Schrei beginnt. Vor Beginn der Pubertät kommt es bei 1-6% der Kinder vor. Eine Häufung findet sich im Alter zwischen 5 und 7 Jahren.Im Anschluss an diesen lauten Schrei befinden sich die Betroffenen in einem massiven Angstzustand. Sie richten sich im Bett auf, haben einen ängstlichen Gesichtsausdruck, die Pupillen sind weit gestellt, die Atmung ist beschleunigt und das Herz rast. Oft wiederholen sich bestimmte Bewegungen und auch wildes Gestikulieren tritt auf. In diesem Zustand reagieren die Kinder nicht auf Zuspruch und Beruhigung durch die Eltern. Nach 5 - 10 Minuten klingt dieser Zustand wieder ab, und eine Erinnerung an diesen Zustand besteht am nächsten Morgen nicht. Nachtängste treten (es gibt einen Zusammenhang mit Schlafwandeln) immer im ersten Drittel der Nacht aus dem Tiefschlaf heraus auf. Anders als bei alptraumgeplagten Kindern berichten Kinder, die von Nachtängsten verfolgt werden, praktisch nie über Träume. Gelegentliche Nachtängste im Kindesalter sind harmlos, und die Eltern sollten auch über die Harmlosigkeit aufgeklärt werden. Man sollte darauf achten, daß die Kinder feste Schlafzeiten erhalten und nicht unter Schlafdruck geraten, indem sie abends spät ins Bett gehen. Sind Kinder mit Nachtängsten auch tagsüber sehr ängstlich, so empfiehlt es sich, zusammen mit den Eltern eine psychotherapeutische Beratung oder Behandlung aufzusuchen.
    Eltern sollten unterscheiden, ob ihr Kind tatsächlich unter einem Alptraum oder einem Nachtschreck (Nachtangst) leidet. Nach einem Nachtschreck können Eltern nicht viel anderes tun, als bei ihm zu bleiben, vielleicht ein gedämpftes Licht anzustellen und zu warten. Wichtig ist, dass sie selbst nicht unruhig werden und nicht versuchen, das Kind wachzurütteln.Das Kind kann es gut haben, gestreichelt zu werden, denn nach 10 Minuten schläft es meist von selbst wieder ein.

  8. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #8
    Avatar von Olja
    Olja
    Bei nächtlichen Angst- oder Panikattacken (Pavor Nocturnus) sollten Eltern ihr Kind besser nicht aufwecken, denn sie sind keine "normalen" Alpträume. Er tritt meist in der Tiefschlafphase vor Mitternacht auf und steht vermutlich mit Reifungsprozessen des Gehirns in Zusammenhang. Das Kind schreit dabei meist laut, hat die Augen offen, ist aber nicht wach und nicht ansprechbar. Die Eltern sollten dann nur dafür sorgen, dass es sich während des Vorfalls nicht verletzen kann. Treten diese Attacken sehr häufig auf oder noch nach dem sechsten Lebensjahr, sollte man einen Kinderarzt zu Rate ziehen.
    Gezielter kann man im Fall von Alpträumen helfen. Wichtig ist zu wissen, daß jede übertriebene Reaktion von Zuwendung und Zärtlichkeit die Angst verstärken kann. Es ist wichtig, ruhig zu bleiben, gedämpft zu sprechen, denn schließlich ist es ja Nacht und das Kind soll wieder einschlafen. Gegebenenfalls kann ein Glas zimmerwarmes Wasser helfen, wenn das Kind nach einem gemeinsamen Gespräch ein paar Schlucke zu sich nimmt. Manchmal wirkt der Satz "Ich bin ja bei Dir" Wunder. Die Dämonen des Traums sind gegen die beschützenden Eltern wehrlos. Man sollte auch auf Phantasie und Geduld setzen, um näher an die Ursprünge der Angst des Kindes zu kommen. Gemeinsam mit dem Kind lassen sich Strategien entwickeln, wie man gegen das Unheimliche in der Dunkelheit angehen kann. So läßt man sich das Monster im Schrank beschreiben oder malen, denn Kinder wollen der Angst ein Gesicht geben. Manchmal hilft es schon, einfach einen Drachen vor das Monster zu malen, der es von nun an nicht mehr ins Kinderzimmer lässt. Gerade bei irrealen Kinderängsten haben Kinder häufig selber die besten Ideen, was zu tun ist. So kann man dem Kind Vertrauen in eigene Lösungswege geben ihm das Gefühl vermitteln, aus sich selbst heraus stark und mutig zu sein. Man braucht dabei Gedult und sollte nicht auf eine schnelle Wirkung setzen.
    Kinder halten ihre Eltern für ungeheuer mächtig. Das Kind braucht die Bestätigung, daß es große Angst gehabt hat, diese Angst darf ihm nicht ausgeredet werden. Das Kind kann mit dem Lieblingsspielzeug getröstet werden. Dem Kind sollte versprochen werden, daß es am nächsten Morgen über den Traum und seine schlimme Angst sprechen kann. Es ist auch möglich, daß das Kind den Eltern den Traum erzählt und die einen guten Schluß dranhängen. Wenn das Kind Angst vor der Dunkelheit hat, nutzt es oft, wenn es eine Taschenlampe neben dem Bett liegen hat.

  9. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #9
    Avatar von Olja
    Olja
    Schlafängstliche Kinder sollen keinesfalls bestraft, ausgeschimpft oder verspottet werden. Auch das regelmäßige Sitzen am Bett und das Nachgeben bei allen Wünschen des Kindes ist problematisch. Eltern sollten ihre Kinder nicht deshalb regelmäßig mit in ihr Bett nehmen, weil es sich vor seinem eigenen Bett fürchtet. Sollte das Kind immer wieder die Nähe zu den Eltern suchen und das eigene Zimmer und das eigene Bett aus Angst vermeiden, ist es ggf. wichtig, das Kind zunehmend an das Schlafen im eigenen Bett zu gewöhnen: Eltern im Nebenzimmer, Tür offen, Licht an, Tür zu usw. Dabei muß das Kind das Gefühl behalten, nicht einsam zu sein, verlassen zu werden und die Eltern als wichtige Bezugspersonen zu behalten. Sollte das Kind vielleicht auch weinen, muss es auch hier das Gefühl behalten, daß jemand in der Nähe ist. Vorgebeugt werden kann dem Nachtschreck oder den Alpträumen nur sehr begrenzt, z.B. durch Wärme und Zuwendung als Hilfe beim Einschlafen.
    Eltern sollten sich bei nächtlichen Angstzuständen ihrer Kinder nicht selbst ängstigen und wissen, daß dies meist vorübergehender Natur ist.
    Kehren solche Nachtängste oder Alpträume immer wieder, ist gegebenenfalls die professionelle Hilfe in der Erziehungsberatungsstelle oder in der Kinder- und Jugendpsychotherapeutischen Praxis sinnvoll. Dies sollte dann in Betracht gezogen werden, wenn die nächtlichen Attacken über Wochen hinweg ständig wiederkehren und das Kind auch tagsüber unglücklich wirkt. Dann liegt den nächtlichen Ängsten ein anderes Problem zugrunde, die Angst hat sich verfestigt und muß behandelt werden

  10. Wovor haben Kinder Angst? Beitrag #10
    Avatar von kleinehexe66
    kleinehexe66
    Hoppla... Ist ja ein halbes Buch was Du uns hier schreibst...
    Muß mir das jetzt erstmal in Ruhe durchlesen... Klingt schonmal sehr interessant

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