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26.10.2009, 16:54 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #1Doppeltmama2009
Tagebuch eines ungeborenen Kindes
Das ist echt traurig! Lest es euch mal durch
Tagebuch eines ungeborenen Kindes.
5. Oktober
Heute begann mein Leben. Meine Eltern wissen es noch nicht, aber ich bin schon da. Ich werde ein Mädchen sein - mit blondem Haar und blauen Augen. Alle meine Anlagen sind schon festgelegt, auch das ich eine Schwäche für Blumen haben werde.
19. Oktober
Manche sagen, ich sei noch gar keine richtige Person, sondern nur meine Mutter existiere. Aber ich bin eine richtige Person, genauso wie eine kleine Brotkrume eben Brot ist. Meine Mutter existiert. Ich auch.
23. Oktober
Jetzt öffnet sich schon mein Mund. Denke nur, in ungefähr einem Jahr werde ich lachen und später sprechen. Ich weiß was mein erstes Wort sein wird: MAMA.
25. Oktober
Mein Herz hat heute zu schlagen begonnen. Von jetzt an wird es für den Rest meines Lebens schlagen, ohne jemals innezuhalten, etwa um auszuruhen. Und nach vielen Jahren wird es einmal ermüden. Es wird stillstehen, und dann werde ich sterben.
2. November
Jeden Tag wachse ich etwas. Meine Arme und Beine nehmen Gestalt an. Aber es wird noch lange dauern, bis ich mich auf diese kleinen Beine stellen kann und in die Arme meiner Mutter laufen kann und bis ich mit diesen kleinen Armen Blumen pflücken und meinen Vater umarmen kann.
12. November
An meinen Händen bilden sich winzige Finger. Wie klein sie sind! Ich werde damit einmal meiner Mutter übers Haar streichen können.
20. November
Erst heute hat der Arzt meiner Mutter gesagt, dass ich unter ihrem Herzen lebe. Oh, wie glücklich sie doch sein muss! Bist du glücklich, Mama?
25. November
Mama und Papa denken sich jetzt wahrscheinlich einen Namen für mich aus. Aber die wissen ja gar nich, dass ich ein kleines Mädchen bin! Ich möchte gern Susi heißen. Ach, ich bin schon soo groß geworden!
10. Dezember
Mein Haar fängt an zu wachsen. Es ist weich und glänzt so schön. Was für Haare die Mama wohl hat?
13. Dezember
Ich kann schon bald sehen. Es ist dunkel um mich herum. Wenn Mama mich zur Welt bringt, werde ich lauter Sonnenschein und Blumen sehen. Aber am liebsten möchte ich meine Mama sehen. Wie siehst du wohl aus, Mama?
24. Dezember
Ob Mama die Flüstertöne meines Herzen hört? Manche Kinder kommen etwas kränklich zu Welt. Aber mein Herz ist stark und gesund. Es schlägt so gleichmäßig: bum-bum, bum-bum. Mama, du wirst eine gesunde kleine Tochter haben!
28. Dezember
Heute hat mich meine Mutter umgebracht.
Hier im Himmel
Jetzt bin ich im Himmel und sitze auf Jesus Schoß. Er liebt mich und ist mir ganz nah. Ich wäre so gerne Dein kleines Mädchen gewesen und verstehe eigentlich noch gar nicht richtig was passiert ist.
Ich war so aufgeregt, als ich feststellte, dass ich zu existieren begann. Ich befand mich in einem dunkeln aber wohligen Raum. Ich merkte, dass ich Finger und Zehen hatte. Ich war schon ziemlich weit entwickelt, wenn auch noch nicht bereit, meine Umgebung zu verlassen. Die meiste Zeit verbrachte ich damit, nachzudenken und zu schlafen. Schon zu Anfang an fühlte ich mich ganz tief mit Dir verbunden.
Manchmal hörte ich Dich weinen und dann habe ich mit dir geweint. Manchmal hast Du geschrieen oder sehr laut gesprochen und dann geweint. Und ich hörte, wie Papa zurückschrie. Ich war traurig und hoffte, es würde Dir bald besser gehen. Ich habe mich gefragt, warum Du wohl soviel weinen musstest, einmal hast du den ganzen Tag geweint. Es tat mir in der Seele weh. Ich konnte mir nicht vorstellen, was Dich so unglücklich machte.
Aber genau an diesem Tag passierte etwas ganz schreckliches. Ein gemeines Monster kam in diesen warmen, bequemen Ort, in dem ich mich befand. Ich hatte schreckliche Angst und begann zu schreien, aber es kam kein Laut über meine Lippen. Das Monster kam immer näher und näher und ich schrie immer wieder:
"Mami, Mami, hilf mir bitte, hilf mir!".
Entsetzliche Angst war alles, was ich fühlte. Ich schrie und schrie, bis ich nicht mehr konnte. Dann riss das Monster mir den Arm raus. Es tat so weh, ein unbeschreiblicher Schmerz. Und es hörte gar nich auf! Oh, wie ich bettelte, es möge aufhören! Voller Entsetzten schrie ich, als das unerbittliche Monster mir ein Bein ausriss. Trotz unsäglicher Schmerzen wusste ich, dass ich im Sterben lag. Ich wusste das ich nie in Dein Gesicht sehen, oder von Dir hören würde, wie sehr Du mich liebst. Ich wollte all Deine Tränen versiegen lassen und hatte so viele Pläne, Dich glücklich zu machen - nun konnte ich das nicht mehr, meine Träume wurden zerschlagen.
Obwohl ich schreckliche Schmerzen und Angst hatte, spürte ich vor allem mein Herz brechen. Mehr als alles andere wollte ich Deine Tochter sein. Doch nun war es vergebens, denn ich starb einen qualvollen Tod. Ich konnte nur ahnen, was für schlimme Dinge sie Dir angetan hatten. Bevor ich ging, wollte ich Dir sagen, dass ich Dich liebe, doch ich kannte die Worte nicht, die Du verstehen konntest. Und bald darauf hatte ich auch nicht mehr den Atem um sie auszusprechen. Ich war tot. Ich fühlte, wie ich in die Höhe stieg. Ich wurde von einem riesigen Engel zu einem großen, wunderschönen Ort hinaufgetragen. Ich weinte noch immer, aber der körperliche Schmerz war verschwunden. Der Engel brachte mich zu Jesus und setzte mich auf seinen Schoß. Jesus sagte mir, dass er mich liebt und dass Gott mein Vater ist.
Da war ich glücklich. Ich fragte ihn, was denn dieses Ding war, das mich getötet hatte. Er antwortete: "Abtreibung. Es tut mir so leid, mein Kind, denn ich weiß, wie sich das anfühlt." Ich weiß nicht was Abtreibung ist; vermutlich ist das der Name des Monsters.
Ich schreibe, um Dir zu sagen, wie gerne ich Dein kleines Mädchen gewesen wäre. Ich habe mit aller Kraft versucht zu leben. Ich wollte leben. Den Willen hatte ich, aber ich konnte nicht, das Monster war zu stark. Es war unmöglich zu leben. Ich wollte nur, dass Du weißt, dass ich es versucht habe bei Dir zu bleiben. Ich wollte nicht sterben. Also, Mami, bitte hüte Dich vor diesem Monster Abtreibung. Mami, ich liebe Dich und ich will auf keinen Fall, dass Du dieselben Schmerzen durchmachen musst, wie ich.
Bitte pass auf Dich auf!
In Liebe, Dein Baby
Ich habe am Ende echt geweint..
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26.10.2009, 17:21 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #2
das ist ja eine wunderschöne und traurige Geschichte. Zum Schluss kam mir auch eine Träne.
Geändert von Olja (27.10.2009 um 09:48 Uhr)
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26.10.2009, 18:33 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #3
Mir fehlen einfach die Worte...
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26.10.2009, 19:21 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #4
Das ist hart, dann fehlen einem wirklich die worte. selbst mein schatz neben mir hat das gesagt!
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26.10.2009, 19:44 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #5Any
mir fehlen die Worte!
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26.10.2009, 19:53 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #6
das ist echt traurig
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26.10.2009, 20:19 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #7selket
das ist ja eine gruselige Geschichte!

Aber ich glaube kaum, dass die Leute, die wirklich aus Überzeugung abgetrieben haben so etwas nicht mitfühlen können.
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27.10.2009, 07:23 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #8
hab mich ne stunde nicht mehr ein bekommen vor heulen.
Das ist ja voll krass.
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27.10.2009, 09:10 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #9
jetzt muss ich erst einmal schlucken....wie schrecklich!
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27.10.2009, 21:49 Tagebuch eines ungeborenen Kindes Beitrag #10Doppeltmama2009
so ging es mir auch, als ich damit fertig war, habe ich so auf die "Abtreiber" geschimpft, dass mein Mann sich fast nicht mehr einkriegen konnte vor lachen

Ich finde es einfach unvorstellbar! Man nimmt die Pille nicht, wird schwanger, denkt sich "blödes balg" und bringt es um!! (sagt was ihr wollt, für mich ist Abtreiben Mord
)
Ich finde das so schlimm. Wie viele (allein hier im Forum
) wünschen sich ein Kind aber werden und werden nicht schwanger? Und da vergessen die ihr Pille oder das Kondom oder sonstwas - ZACK! werden sie schwanger und bringen das Kind um.
Ich könnt schreien vor Wut.
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